Recruiting-Videos im Handwerk und Bau: Was funktioniert und was nur teuer ist
Recruiting-Videos im Handwerk und Bau: Was funktioniert und was nur teuer ist Drei Videoformate, ein Drehtag, bezahlte Reichweite und eine Bewerbung in unter zwei Minuten. So erreichen Betriebe die Leute, die nicht aktiv suchen. Die größte Bewerbergruppe sucht nicht aktiv. Sie ist abends auf Instagram, TikTok und YouTube. Drei Formate bringen Bewerbungen: Mitarbeiter erklärt seinen Tag, Chef beantwortet die unangenehme Frage, Baustelle mit Originalton. Ein Drehtag liefert 15 bis 25 Kurzvideos für drei Monate. Bezahlte Reichweite ab 500 Euro monatlich ist Pflicht. Die Bewerbung muss vom Handy in unter zwei Minuten möglich sein, Rückruf innerhalb von 24 Stunden. ## Recruiting-Videos im Handwerk und Bau: Was funktioniert und was nur teuer ist Stellenanzeigen im Bau und Handwerk erreichen die falschen Leute. Wer gerade sucht, findet sie. Wer bei einem anderen Betrieb unzufrieden ist, aber
nicht aktiv sucht, sieht sie nie. Genau diese Gruppe ist die größte. Sie ist abends auf Instagram, TikTok und YouTube. Und sie entscheidet innerhalb von drei Sekunden, ob ein Video weiterläuft. Warum das Hochglanz-Imagevideo nicht funktioniert Viele Betriebe haben ein Imagevideo: Drohnenflug über den Firmenhof, Musik, Geschäftsführer im Büro, Slogan am Ende. Es kostet 5.000 bis 15.000 Euro und läuft auf der Website. Für Recruiting bringt es fast nichts. Der Grund: Bewerber wollen nicht das Unternehmen sehen, sondern ihren künftigen Arbeitsalltag. Die Kollegen. Die Baustelle. Den Chef, wie er wirklich redet. Die drei Videoformate, die Bewerbungen bringen 1. Der Kollege erklärt seinen Tag Ein Mitarbeiter, 30 bis 60 Sekunden, Handykamera, auf der Baustelle: „Ich bin seit vier Jahren hier. Um sieben Uhr Treffen am Hof, dann fahren wir raus. Was ich mag: Keine zwei Wochen sind gleich.“ Kein
Skript, nur drei Leitfragen. Dieses Format erzeugt die meisten Bewerbungen, weil es glaubwürdig ist. 2. Der Chef beantwortet die unangenehme Frage „Wie viel verdient man bei euch?“ „Wie ist es mit Überstunden?“ „Muss ich am Samstag arbeiten?“ Ein Geschäftsführer, der diese Fragen in die Kamera beantwortet, hebt sich von 95 Prozent der Betriebe ab. Konkrete Zahlen schlagen Floskeln wie „faire Bezahlung“. 3. Die Baustelle ohne Kommentar Zehn Sekunden Abbruch, Kranhub, Gerüstaufbau, mit Originalton. Kein Text nötig. Diese Clips laufen als Reichweitenformat und bringen die ersten beiden Formate vor neue Zuschauer. Der Drehtag: Was in acht Stunden entsteht Ein strukturierter Drehtag mit zwei Kameras und einer Frageliste liefert Material für 15 bis 25 Kurzvideos. Das reicht für drei Monate Ausspielung. Wichtig ist die Vorbereitung: Welche Stellen sind offen? Welche drei Mitarbeiter reden gern?
Welche Baustellen sind an dem Tag fotogen und sicher zugänglich? Ausspielung: Organisch reicht nicht Ein Betrieb mit 300 Followern erreicht organisch vielleicht 500 Menschen pro Video. Davon sind 20 in der Zielgruppe. Recruiting-Videos brauchen bezahlte Reichweite: 15 bis 30 Kilometer um den Betrieb, Alter 18 bis 45, Interessen Handwerk und Bau. Mit 500 bis 1.000 Euro pro Monat sieht jeder relevante Mensch in der Region die Videos mehrfach. Die Landung: Wo der Bewerber hinkommt Das beste Video verpufft, wenn dahinter ein Formular mit zwölf Feldern und Lebenslauf-Pflicht steht. Die Bewerbung muss in unter zwei Minuten vom Handy möglich sein: Name, Telefonnummer, Beruf, fertig. Der Rückruf erfolgt innerhalb von 24 Stunden. Alles andere ist verlorenes Geld. Was es kostet und was es bringt - Drehtag mit Schnitt: 2.500 bis 5.000 Euro - Werbebudget: 500 bis 1.000 Euro pro Monat - Karriereseite
mit Kurzbewerbung: 1.500 bis 2.500 Euro einmalig Erfahrungswert aus Bau- und Handwerksbetrieben in der Region: 5 bis 15 qualifizierte Kontakte pro Monat je ausgeschriebener Stelle. Zum Vergleich: Eine Personalvermittlung berechnet für einen Facharbeiter 8.000 bis 15.000 Euro. Wie wir Recruiting-Kampagnen aufbauen, zeigt die Seite zu planbarer Nachfrage und Recruiting. Zusammenfassung Recruiting-Videos funktionieren, wenn Mitarbeiter statt Marketing sprechen, der Chef konkrete Antworten gibt und bezahlte Reichweite die Videos zu den Menschen bringt, die nicht aktiv suchen. Das Hochglanz-Imagevideo kann bleiben, wo es ist: auf der Website. Reicht ein Imagevideo für Recruiting? Nein. Bewerber wollen ihren künftigen Arbeitsalltag sehen, nicht Drohnenflüge. Kurze, echte Mitarbeitervideos wirken stärker. Was kostet eine Recruiting-Videokampagne? Drehtag mit Schnitt 2.500 bis 5.000 Euro,
Werbebudget 500 bis 1.000 Euro monatlich, Karriereseite mit Kurzbewerbung 1.500 bis 2.500 Euro einmalig. Müssen Mitarbeiter vor der Kamera reden können? Nein. Drei Leitfragen und Handykamera reichen. Unperfekt wirkt glaubwürdiger als auswendig gelernt.